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Das Tongren Shaman Fest, China Minderhet Feste

Das Tongren Shaman Fest, China Minderhet Feste

Ort: Tongren in der Provinz Qinghai im Westen Chinas

Datum: Vom 6. bis zum 16. Tag des 6. Monats nach dem Mondkalender

Besonderheiten: Rituelle Tänze, Folklore-Gesänge und Piercing-Stahlnadeln durch den Mund.

Das Tongren Shaman Fest wird von den ethnischen Minderheiten der Tibeter und der Tu in den Dörfern des Tongren Landkreises im Westen Chinas in der Provinz Qinghai, etwa zwei Stunden Fahrt von der Provinzhauptstadt Xining entfernt, gefeiert. Es ist für Menschen dort ein großer festlicher Anlass um dem Gott des Berges ihre Ergebenheit und Dankbarkeit zu erweisen. Die ethnischen Minderheiten der Tibeter und der Tu im Landkreis Tongren verehren den Berggott als den Unsterblichen, der sie schützt. Dieser Glaube geht zurück auf die altertümliche Verehrung des Totems aus prähistorischer Zeit in diesem Teil Chinas.

Während des Festes tragen die Dorfbewohner ihre beste Kleidung. Die Frauen sind in Festtagskleider gehüllt, die mit schnörkeligen Ornamenten bestickt und mit Gämsen verziert sind. Sie versammeln sich am Tempel des Berggottes, singen und tanzen um den Berggott zu unterhalten.

Von allen Aktivitäten des Festes sind die Shangkouqian-, Shangbeiqian- und Kaishan- Rituale die erstaunlichsten wenn nicht sogar die erschreckendsten. Sie werden jeweils von einem Schamanen oder Magier abgehalten, der auch die Feierlichkeiten leitet.

Shangkouqian bedeutet eine Nadel durch den Mund zu stechen.  Shaman FestDieser Vorgang im Shangkouqian-Ritual geht folgendermaßen: Der Schamane sticht im Namen des Berggottes ein oder zwei Stahlnadeln von 25 cm Länge in beide Wangen. Sie durchdringen beide Wangen auf der Höhe des Mundes. Diese ungewöhnliche und für Außenstehende irgendwie morbide Praxis soll davor schützen, dass Krankheiten durch den Mund eindringen. Einige Minuten später zieht der Schamane die Nadeln wieder heraus und schlägt auf die „Wunden“, die durch die Nadeln erzeugt wurden, als symbolischer Akt der Heilung. Diese ungewöhnliche Praxis ist kein guter Anblick für zart besaitete Gemüter, außer vielleicht für junge Männer die sich selbst eifrig piercen. Während des Rituals (bis zu vier Nadeln können gleichzeitig von beiden Seiten des Gesichts eingeführt sein) zeigen die Teilnehmer keinerlei Anzeichen von Schmerz, sondern bleiben ruhig und gelassen. Überraschender Weise tropft kein Blut aus den dadurch verursachten „Wunden“.

Shangbeiqian ist gegenüber Shangkouqian ziemlich ähnlich, außer das es noch etwas unglaublicher ist: Ein Bündel von 20 langen Nadeln wird in den Rücken eines Tänzers gestochen. Ferner können all jene Zuschauer, die solche Ritual nicht gewohnt sind echten Horror bekommen. Die Teilnehmer hingegen betrachten es als Ehre und Privileg ihre alte Religion in dieser Weise praktizieren zu können. Das Ritual wird ausschließlich von männlichen Tänzern während des Tongren Shaman Festes veranstaltet. Man glaubt, diese etwas bizarre Form der „Akupunktur“ verleiht, denen die sie praktizieren, Stärke, und die Tänzer scheinen während ihres ekstatischen Tanzes keinen Schmerz zu empfinden.

Das dritte Ritual, Kaishan, markiert das Ende und den Höhepunkt des Festes.  Shaman FestKaishan bedeutet „Schneiden und öffnen“. Am Ende der Feier schneidet sich der Schamane an der Stirn mit einem Messer und benutzt sein eigenes Blut um dem Berggott ein Opfer darzubringen.

Diese alte Tradition, die nicht weniger morbide, auf die Zuschauer wirkt, ist vielleicht der christlichen Form Selbstgeißelung aus verschiedenen Teilen der Welt nicht unähnlich, die im Geiste einer Gottesfürchtigkeit und Frömmigkeit gegenüber einem „Schutzheiligen“ , bei den Tibetern und Tu ist das der Berggott, praktiziert wird.

China Rundreisen Five-Days-Tongren-Shaman’s-Festival-Tour gibt Reisenden die Möglichkeit, dieses Fest zusammen mit den Menschen der örtlichen ethnischen Minderheiten zu erleben.

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