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Volksliteratur entlang des Kanals, die bekannten Literatur im Gebiet des Kanals

Volksliteratur entlang des Kanals, die bekannten Literatur im Gebiet des Kanals

Mit der Entwickelung des Kaiserkanals hat dies Gebiet auch ein große Anzahl Leteratur geschaffen, die in der Geschichte der chinesischen Literatur wichtige Rolle spielen. Alle Chinesen kennen diese bekannten Literatur.

Die Sage der weißen Schlange

„Die Sage der weißen Schlange“Um die Zeit des Qingming-Festes erstrahlte die Landschaft am Xihu-See (Westsee) in einer rosa Blütenpracht und frischem Grün. Die zweitausendjährigen Schlangenteufelinnen, Bai Suzhen und Xiao Qing, vergnügten sich. Plötzlich begann es zu regnen. Sie wollten sich deshalb einen Schirm leihen und lernten so den Buchgelehrten Xü Xian kennen. Bai Suzhen und Xü Xian verliebten sich auf der Stelle und waren ein Herz und eine Seele. Kurze Zeit später heirateten sie, eröffneten eine Apotheke und behandelten jeden Tag zahlreiche Patienten. Sie führten ein glückliches Leben.

Der Mönch Fa Hai, der im nahegelegenen Jinshan-Tempel wohnte wusste, dass Bai Suzhen eine Schlangenteufelin war. Als er erfuhr, dass Xü Xian und Bai Suzhen, ein Mensch und eine Teufelin geheiratet hatten, wollte er sie mit allen Mitteln trennen. Zunächst erzählte er Xü Xian, dass seine Frau eine Schlangenteufelin war und wandte einen Zauber an, um ihre wahre Gestalt zu enthüllen. Dann sperrte er Xü Xian im Tempel ein. Bai Suzhen und Xiao Qing suchten nach Xü Xian, kamen zum Tempel und baten um Freilassung. Fa Hai lehnte dies ab. Bai Suzhen rief daher riesige Wellen herbei, dass sie den Tempel unter sich begruben. Weil Bai Suzhen jedoch schwanger war, unterlag sie im Kampf mit Fa Hai, und dieser nahm sie in seinem Napf gefangen. Anschließend sperrte er sie unter der Leifeng-Pagode am Ufer des Xihu-Sees ein. So wurde das glückliche Ehepaar brutal getrennt.

Xiao Qing aber flüchtete aus dem Jinshan-Tempel und kehrte zurück ins Emei-Gebirge, wo sie sich fleißig stärkte, so dass sie später Fa Hai besiegen konnte. Als Fa Hai keinen Ausweg sah, verbarg er sich in dem Bauch einer Wollhandkrabbe. Bai Suzhen wurde aus der Pagode gerettet, und seither lebten Bai Suzhen und Xü Xian glücklich zusammen bis zum Tod.

Die Sage von der weißen Schlange zeigt uns eine schöne, gutmütige und tapfere „Schlangenteufelin“ und beschwört die Schönheit der wahren Liebe. Die Sage wird auch „die Sage der weißen Madame“ oder „die Sage der Leifeng-Pagode“ genannt. Sie gehört zu den vier bekanntesten Volkssagen in China. Die Sage der weißen Schlange nahm ihren Ursprung in den Tang- und Fünf-Dynastie und bildete sich in der Südlichen Song-Dynastie in Hangzhou heraus. Sie wurde in der Yuan-Dynastie von den Gelehrten für die Zaju-Oper zu einem Theaterstück verarbeitet. Das Theaterstück von Feng Menglong, „Die ewige Gefangenschaft von Madame Bai unter der Leifeng-Pagode“, ist ein relativ frühes vollständiges Buch über diese Sage.

Seit der Ming- und Qing-Dynastie gab es eine gegenseitige Durchdringung und Verschmelzung zwischen der mündlichen Volksliteratur und jeder Art von folkloristischer Künste, was dazu führte, dass die Sage der weißen Schlange schließlich das klassische Thema für alle Kunstformen wie Geschichten, Volkslieder, Romane Theaterstücke, Gesangstexte und sogar Film, Fernsehen, Comicstrips sowie Tanzen usw. wurde. Ihr Einfluss erweiterte sich damit und wurde letztlich landesweit allgemein bekannt. Sie verbreitete sich auch weit nach Japan hinein sowie Nordkorea, Vietnam, Indien und vielen anderen Ländern. Die Sage der weißen Schlange hat die chinesische volkskünstlerische Schatzsammlung sehr bereichert, deren Handlung spannend und wundersam darstellt, deren Figuren lebendig und vielseitig sind. Die in ihr dargestellte Madame Bai ist eine wichtige klassische Figur in der chinesischen Kunst. Die Sage spielt vor dem Hintergrund der verschiedenen Perioden. In der südlichen Song-Dynastie zeigte sie, wie Das Denken der damaligen Gesellschaft, die Volkspsyche sowie den Widerspruch zwischen Glauben und Wertvorstellungen und deren Kollision und Verwandlung, was dieser Sage bedeutenden, historisch geistigen Wert beimisst. Die Sitten und Gebräuche in der Sage spiegeln auch die Landschaft und Mentalität in Jiangnan wider. Was den Schauplatz Hangzhou angeht, ist diese Sage mit der zerbrochenen Brücke, der Leifeng-Pagode und mit dem Westsee untrennbar verbunden. Nicht zuletzt deshalb haben Hangzhou und der Westsee eine starke kulturelle Ausstrahlung.

Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts, von der modernen Zivilisation und den Veränderungen der Massenmedien bestürmt, befindet sich die mündlich überlieferte Sage von der weißen Schlange im Niedergang. Leute, die in der Lage sind, diese Sage vollständig zu erzählen, gibt es nur sehr wenige. Meistens sind sie im hohen Alter und haben keine Schüler. Gleichzeitig kommen viele neuen Probleme bei der Bearbeitung der Sage für andere Kunstformen hinzu. Um die Sage der weißen Schlange besser zu schützen und zu überliefern, war schon immer besonderes Problem, das auch heute noch eine hohe Priorität hat.

Liang Shanbo und Zhu Yingtai

Eine junge Frau namens Zhu Yingtai war ausgesprochen schön, sehr klug und wissbegierig. Damals, in der alten Zeit, durften Frauen keine Schule besuchen. Zhu Yingtai bat ihre Eltern, ihr zu erlauben, eine Schule zu besuchen. Da ihre Eltern ihr diesen Wunsch nicht gewährten, zogen das Mädchen und ihre Zofe Männerkleidung an, und gingen zur Schule in der Stadt Hangzhou.

In der Schule lernte Zhu Yingtai einen jungen Mann kennen, der Liang Shanbo hieß.Liang Shanbo und Zhu Yingtai Er war intelligent und ehrlich. Beide verstanden sich gut und waren einander wie Brüder innig zugetan.

Nach drei Jahren war die Schulzeit beendet. Zhu Yingtai musste sich verabschieden und in ihre Heimat zurückkehren. Doch während dieser drei Jahre hatte sich Zhu Yingtai unsterblich in Liang Shanbo verliebt. Und auch Liang respektierte Zhu sehr. Er wusste aber nicht dass sein sogenannter Bruder eigentlich ein Mädchen war. Beim Abschied fiel es ihnen aber schwer, sich zu trennen. Unter dem Vorwand, für die Schwester einen Bräutigam zu vermitteln, bat Zhu Yingtai Liang, er möge doch bitte bald zu Besuch kommen, um alles für eine Hochzeitsfeier vorzubereiten. Einige Monate später besuchte Liang Shanbo die Familie von Zhu. Doch inzwischen hatte der Vater seine Tochter dem reichen jungen Herrn Ma Wencai versprochen. Liang Shanbo und

Zhu Yingtai, die jetzt als Mädchen auftrat, trafen sich in einem Pavillon. Beiden waren sehr traurig und verzweifelt, weil sie nicht heiraten konnten. Liang Shanbo wurde vor Kummer krank und starb nach kurzer Zeit. Zhu Yingtai hatte keine Wahl: Sie musste den reichen jungen Herrn Ma Wencai heiraten. Am Hochzeitstag ließ Zhu Yingtai ihre Brautsänfte am Grab Liang Shanbos vorbeitragen, denn sie wollte für Liang Shanbo eine Trauerfeier ausrichten. Doch als der Brautzug am Grab vorbeikam, kam ein Unwetter auf. Ein Donnerschlag ertönte, und das Grab öffnete sich. Sofort sprang Zhu Yingtai lächelnd in das offene Grab. Mit lautem Getöse schloss sich das Grab. Das Wetter beruhigte sich, und die Sonne begann wieder zu scheinen. Zwei Schmetterlinge, in die Liang Shanbo und Zhu Yingtai sich verwandelt hatten, flatterten über dem Grab und flogen tanzend und vergnügt davon. Die Liebesgeschichte von Liang Shanbo und Zhu Yingtai zeigt den Mut junger Leute im alten China, ihre Liebe zu suchen und sich der von den Eltern arrangierten Heirat zu stellen. Sie drückt auch den Wunsch nach einem freien und glücklichen Leben aus.

Die Entstehung und Entwicklung dieser Sage ist in drei Phasen unterteilt: Die erste Phase reicht von der östlichen Jin-Dynastie bis zur Tang-Dynastie. Es ist die Bildungsphase der Legende, deren Hauptform die mündliche Überlieferung war und deren Hauptort Huiji (Jetzt Shaoxing) ist. Die zweite Phase reichte von der Song-Dynastie bis zu den frühen Jahren der Republik China. Dies war die Entwicklungszeit der Sage, deren Verbreitungsformen sich von mündlicher Überlieferung hin zu schriftlichen Aufzeichnungen und literarischen Schriften verwandelte. Sie begrenzte sich nicht mehr nur auf Huiji, sondern strahlte in die meisten Gebieten des Landes und sogar nach Japan, Nordkorea, Vietnam und andere nordostasiatische und südostasiatische Länder. Die dritte Phase reicht von der späten Republik China bis in die heutige Zeit, die Reifezeit der Sage. Hinsichtlich des Inhalts wurden einige Passagen ausgesondert und der freiwillige Tod Zhu Yingtais für die Liebe hervorgehoben, dadurch wurde das das tragische Liebesthema verstärkt in dem das demokratische Bewusstsein gegen den Feudalismus dargestellt ist. Die relativ stabile Geschichtshandlung und Struktur bildete sich wieder heraus.

„Liang Shanbo und Zhu Yingtai“ ist die einflussreichste Volkssage in China, sowohl in literarischer und künstlerischer Hinsicht, als auch in ideologischer Hinsicht ist sie an der Spitze unten allen Arten von Volkssagen.

Xi Shi

Xi Shi, die erste der vier Schönheiten im alten China, ist ein Symbol der Schönheit in der chinesischen traditionellen Kultur. Der Ursprungsort der Sage von Xi Shi — Zhuji befindet sich im Mittelnorden der Provinz Zhejiang, die in der Frühlings- und Herbst-Periode die alte Hauptstadt des Staates Wu war. Die Sage von Xi Shi entstand am Ende der Annalen der Frühlings- und Herbstperiode aus einer mündlichenXishi Überlieferung im Volk, deren frühste schriftliche Aufzeichnungen im Mozius (chin. „Mozi“) und Menzius (chin. „Mengzi“) waren. Nach der mündlichen Überlieferung über Generationen, vergrößerte sich der Verbreitungsbereich und der Inhalt wurde kontinuierlich bereichert.

Die Sage von Xi Shi spielt vor dem Hintergrund des Kampfs zwischen den Staaten Wu und Yue. Den roten Faden bilden dabei die legendären Erlebnisse von Xi Shi. Die Gliederungsketten sind Personensagen (z.B. „Dong Shi imitiert ein Stirnrunzeln“ 东施效颦), Ortssage (z.B. Weißer Fisch See, Baiyü-See), Sachsage (Große Nusseibe Auge, Xiangfei Yan), Bräuchesage (Wasserlampen in der Mündung dreier Flüsse) usw. Aus verschiedenen Perspektiven wird Xi Shi’s Schönheit, Gutmütigkeit und ihr Opferungsbewusstsein für das Land gepriesen.

Die Sage von Xi Shi verfügt über folgende Merkmale: Sie hat, von der Entstehung bis zum heutigen Tag, bereits eine über 2500 Jahre lange Geschichte. Weiterhin hat sie ein weit reichendes Verbreitungsgebiet, sie begrenzt sich nicht nur auf Zhuji, sondern verbreitete sich über das gesamte Jiangzhe-Gebiet, das ganzen Land, sogar weit bis nach Korea, Japan, Singapur und andere südostasiatische Länder. Außerdem besitzt sie einen reichen Inhalt und sie bezieht sich auf Personen, Orte, Dinge, Bräuche und fast alle Bereiche der Volksliteratur. Zuletzt hat sie unterschiedliche Formen, angenommen einschließlich der mündlichen Überlieferung, Gesangskunst, der Oper usw.

Der wesentliche Wert der Sage von Xi Shi liegt in der Literatur. Seit eh und je ist sie das beliebte Schaffensthema in allen literarischen Gattungen. Die literarischen Werke, die sie zum Thema haben, umfassen alle Kategorien und sind sehr zahlreich. Durch die Verbreitung vieler Literaturschriften verbreitete sich der Einfluss dieser Sage. Die dazwischenliegenden Beziehung zu erforschen, hat für das Aufblühen der Literatur einen bedeutenden Wert. Als ein Produkt des Kampfs zwischen Wu und Yue liefert sie eine Interpretation und ist eine Beweis für die Wuyue-Geschichte und Kultur und hat deshalb für die Erforschung der Annalen der Frühlings- und Herbst-Periode einen hohen historischen Wert. Als ein ästhetisches Symbol hat Xi Shi sowohl äußerliche als auch innere Schönheit und hat daher für chinesische Ästhetik und Geschmack einen einzigartigen Status. Diese Sage preist das Wahre, Gute und Schöne, verherrlicht Heldentum und Hingabe und wirkt sich positiv auf die Förderung des Humanismus aus.

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