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Der ummauerte Kowloon Stadtpark, die ehemaligen Slams

Der ummauerte Kowloon Stadtpark, die ehemaligen Slams

Was passiert, wenn ein städtisches Gebiet fast nicht regier-und kontrollierbar ist? Wer die Bilder und die Geschichte dieser Enklave in Kowloon kennt, findet die Geschichte der kleinen Stadt im Gebiet von Hong Kong faszinierend. Auf der Stadtanhöhe lebten circa 35.000 Menschen auf einer Fläche der Größe von zwei Fußballfeldern oder etwa 210 mal 120 Metern (700 Fuß und 400 Fuß). Sie lebten in kleinen Räumen übereinander angeordnet, und die Höhe der Gebäude wuchsen auf etwa 11 oder 14 Geschoße an. Ein weiteres Wachstum in die Höhe war ausgeschlossen, denn es gab einen Flughafen in der Nähe und die Regierung von Hongkong verbot den Bau höherer Konstruktionen. Es wird behauptet, dass die meisten Menschen ihren Lebensunterhalt in Fabriken oder Geschäfte in der Stadt oder außerhalb verdienten und dass Menschen, die es sich leisten konnten, aus diesem Teil der Stadt auszuziehen, dies auch verwirklichten, so hatte die Stadt eine unverhältnismäßig hohe Zahl von alten oder kranken Frauen und Männern. Viele von ihnen waren drogenabhängig. Es gab keine Kanalisation und die Wasserversorgung bestand aus acht Rohren, die  durch die Regierung von Hongkong zur Verfügung gestellt wurden. Doch irgendwie wuchs die Stadt immer weiter, bis die Menschen vertrieben wurden und die Stadt während der späten 1980er und frühen 1990er Jahren abgerissen wurde. Die Regierungen von China und  Hong Kong beschlossen gemeinsam, das Gebiet in einen Park umzuwandeln, der 1994 und 1995 gebaut wurde.

Auf den Dächern der Gebäude lebten Hunderte von Menschen in Zelten aus Planen oder Karton und entsorgten ihr Abwasser und den Müll einfach über die Seitenwände des Daches. Es wird behauptet, dass auch die Kinder auf dem Dach spielten. Die unteren Geschoße erhielten kein natürliches Licht. Bis in die1970er Jahre trieben Gangs und andere Verbrechergruppen ihr Unwesen und erst als die Polizei Razzien und der Widerstand der Bevölkerung dieses Stadtteiles einen großen Teil der Kriminalität stoppte, besserte sich die Lage und endete erst, als die chinesische und die britische Regierung sich bereit erklärten, das Gebiet zu zerstören.

Geschichte

Als im Jahr 1842 die Insel Hong Kong an die Briten abgetreten wurde, errichteten die Herrscher der Qing-Dynastie eine Festung auf dem Gebiet von Kowloon. Der Bau wurde etwa 1847 fertig gestellt. Es gab eine Verteidigungs- Mauer um die Festung, und deshalb nannte man sie die "Ummauerte Stadt", aber die Japaner rissen sie ab, als sie das Gebiet im Zweiten Weltkrieg besetzt hatten. Als die Qing-Dynastie Herrscher das Gebiet der "Neuen Territorien"  an Großbritannien abtraten, war die "Ummauerte Stadt" mit ein paar hundert chinesischen Bewohnern nicht Teil der abgetretenen Fläche. Trotzdem griffen die britischen Truppen die Festung im Jahre 1899 an. Beide Regierungen behaupteten danach, die Kontrolle über die kleine Festungsstadt errungen zu haben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die nationalistische Regierung Chinas, ihr Recht auf die Regierung der kleinen Stadt zu behaupten und Tausende von Chinesen zogen in diese Enklave. Vielleicht wollten sie verhindern aus Hong Kong deportiert zu werden. Die Briten versuchten die Kontrolle zu behaupten, aber sie scheiterten und nahmen in weiterer Folge eine Hände weg-Politik ein. Ohne Kontrolle von außen wuchs die Stadt in diesem winzigen Raum, bis schlussendlich rund 35.000 Menschen zusammengepfercht,  irgendwie in diesem Raum lebten. Im Jahr 1966 kam Jackie Pullinger,  eine charismatische Persönlichkeit nach Hong Kong und versuchte den Menschen in der "Ummauerten Stadt" zu helfen. Ihre Geschichte, wie sie hunderte Menschen zum Christentum bekehrte und zahllose Drogenabhängige dazu brachte von ihrer Sucht wegzukommen, ist inspirierend  und wurde in dem Buch “Jagd nach dem Drachen“ verewigt.

Der ummauerte Kowloon Stadtpark wurde auf dem ursprünglichen Gebiet der ummauerten Stadt errichtet und wurde im Jahre 1995 offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben. Im Park gibt es nur wenige Informationen über die ehemalige Stadt. Es gibt nur einen Parkgarten, das Yamen Gebäude und Artefakte aus der Qing Dynastie. Das Yamen Gebäude (ehemals das Verwaltungsgebäude der Qing Garnison der ummauerten Stadt)  und die Reste des Süd Tores wurden im Jahre 1996 von Hong Kong zu Denkmälern erklärt.

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