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Wenshu-Kloster, ein Tempel für den Gott der Weisheit in Chengdu

Wenshu-Kloster, ein Tempel für den Gott der Weisheit in Chengdu

Rund 1500 m nördlich der Mao-Statue liegt an der Route der Buslinie 16 Eingang zur buddhistischen Kloster- und Tempelanlage Wenshu-Kloster. Sie liegt etwas östlich der Renmin Zhong Lu in der kleinen Gasse Wenshu Yuan Jie, wo an zahlreichen Ständen Papiergeld für Geldopfer, Weihrauchstäbchen und knallig bunte Buddha-Statuen aus Porzellan Verkauft werden. Der Wenshu, dem Gott der Weisheit geweihte Tempel wurde bereits im 7. Jahrhundert gegründet, die heutigen Anlagen stammen aus der Zeit um 1700. Als Sitz der Chan-Buddhisten Sichuans, einer zehn-buddhistischen Schule ist der Tempel stets gut besucht von Chinesen, die mit bestimmten Posen den Schreinen huldigen und ihren Kindern genau dies beibringen. Die fünf unaufdringlichen Hallen bestechen durch wunderschön geschwungene Ziegeldächer, kunstvoll geschnitzte Dachvorsprünge und bemalte Decken. Im Inneren befinden sich die in Weihrauchschwaden gehüllten Statuen von Maitreya und Guanyin. Die dritte Halle hütet eine Reihe vergoldeter Arhats unter Glas (kurios ist die Figur, deren Augenbrauen bis auf die Brust fallen). In der nächsten Halle ist das wunderbare Gemälde einer seltsamen, hundeartigen Kreatur hinter einem lächelnden Buddha zu bewundern, Das Kloster verfügt außerdem über eine berühmte Sammlung von Sutren, die teilweise mit Blut geschrieben, aber leider nicht zu besichtigen sind.

Draußen in den Gärten steht im Schatten von Kiefern und Ginkgo-Bäumen ein rappelvolles Teehaus, in dem die Einheimischen lautstark Erfrischungen bestellen. Außerdem gibt es hier ein sehr gutes vegetarisches Restaurant, in dem die Mönche selber kochen – ein ausgezeichneter Grund, Wenshu-Kloster zu Mittagszeit aufzusuchen. Xiangzhai Tang ist ein vorzügliches und dabei preiswertes Restaurant, das man auf keinen Fall verpassen sollte. Ausnahmslos vegetarische Speisen mit so irreführenden Namen wie „Bärentatze“, „Hühnchen mit Chili und Stachelesche“ oder „Knisternder Reis mit Meeresschnecke“, die jedoch alle auf der Basis von Gluten, Tofu, Auberginen und Kartoffeln hergestellt werden. Auf der Einweg-Speisekarte (die englischen Übersetzungen stehen an einer Wandtafel) macht der Gast einen Kringel um das gewünschte Gericht, zahlt am Tresen und holt sich sein Essen vor der Küche ab. Durch den Garten geht es in einen nur geringfügig teureren Restaurantbereich mit englischer Speisekarte.

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