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Peking Oper

Peking OperVon einer Peking-Oper als solcher kann man seit ungefähr 200 Jahren sprechen. Die Ursprünge reichen allerdings weit in die Geschichte zurück. Großen Einfluss auf die Entwicklung hatte beispielsweise das Kunqu, eine Singspielform, die sich zur Zeit der Ming-Dynastie entwickelte, und von der heute noch viele Elemente beim Gesang, beim Tanz und bei der Musikbegleitung festgestellt werden können.

Die Peking-Oper entwickelte sich aus einer Synthese verschiedener Lokalopern, hauptsächlich aus der Hui-Oper aus Anhui und der Han-Oper aus Hubei.

Als besonders charakteristisch für die Peking-Oper wäre zu nennen, dass in ihr Gattungen vereint sind, die bei der europäischen Bühnenkunst scharf getrennt sind, wie Gesang mit Orchesterbegleitung, das gesprochene Wort, Pantomime, Akrobatik. Der Darsteller ist Schauspieler, Tänzer, Akrobat, alles in einem.

Dabei haben sich verschiedene Formen herausgebildet. Manchmal überwiegen Musik und Gesang, manchmal die Pantomime, wieder bei einer anderen Art überwiegen die Kampfszenen - also die Akrobatik - und bei einer vierten schließlich steht das gesprochene Wort im Vordergrund.

Inhalte der Peking Oper

Generell wird zwischen Wenxi und Wuxi unterschieden. Erstere sind Stücke, die das gesellschaftliche, häusliche Leben beschreiben, und letztere sind Stücke, die von Krieg, Militär und Abenteuer handeln. Aber meistens sind beide Arten in einem Stück vermischt. Allgemein lässt sich sagen, dass viele Volksmärchen, Sagen, Legenden und klassische literarische Werke wie die "Drei Reiche", "Traum der Roten Kammer", "Reise nach dem Westen" usw. die Vorlage zu Peking-Opern dargestellt haben.

Die Thematik ist dementsprechend. Es geht um geschichtliche Gegebenheiten, gesellschaftliche Missstände werden angeprangert, es geht um Helden, um dem Kampf von Frauen gegen die feudalen Zustände, die Treue von Männern und Frauen, um Liebesgeschichten, um phantastische Geschichten.

Peking Oper Meister

Wu Sheng und Dan - Peking Oper1. Sheng: Lao Sheng (alter Mann), Xiao Sheng (junger Mann) und Wu Sheng (Militär)

Lao Sheng(alter Mann) Meister: Tan Xinpei, Wang Guifen, Sun Juxian, Wang Xiaonong, Wang Hongshou, Liu Hong Sheng, Yu Shuyan, Yan Jupeng, Gao Qingkui, Ma Lianliang, Zhou Xinfang, Tanfu Ying Yang Baosen, Xi Xiaobo, Tang Yun Sheng


Xiao Sheng(junger Mann) Meister: Cheng Jixian, De Junru, Jiang Miaoxiang, Ye Shenglan

Wu Sheng(Militär) Meister: Yu Jusheng, Li Chunlai, Huang Yueshan, Yang Xiaolou, Gai Jiaotian

2. Dan: Qing Yi (Frau mittleren alters), Lao Dan (alte Frau), Hua Dan (junge Frau) und Wu Dan (in der Kriegskunst bewanderte Frau)

Dan Meister: Chen Delin, Wang Yaoqing, Mei Lanfang, Cheng Yanqiu, Xun Huisheng, Shang Xiaoyun, Xiao Cuihua, Huang Guiqiu

3. Jing: Tong Chui („großes bemaltes Gesicht“), Jia Zi („zweites bemaltes Gesicht“) und Wu Jing (Militär mit bemaltem Gesicht) die Farben mit denen die Gesichter bemalt sind geben dem Publikum Hinweise auf den Charakter der Rolle.

Jing Meister: He Guishan, Jin Xiushan, Qiu Guixian, Jin Shaoshan, Hao Shouchen, Hou Xirui, Qiu Shengrong.

4. Chou: Wen Chou (zivile komische Rolle) und Wu Chou (militärische komische Rolle)

Chou Meister: Xiao DChanghua, Fu Xiaoshan, Ye Shengzhang

Rollen der Peking Oper

Kostüm der Peking Oper

An Anfang gibt es sieben Rollen in Peking Oper, die sind: Sheng, Dan, Jing, Mo, Chou, Kongfu und Statistenrolle. Im Laufen der Zeit entwickelt es sich und wird es nur vier Rollen: Sheng, Dan, Jing und Chou. Diese vier Rollen sind unterschiedlich.

Sheng heißen die Darsteller männlicher Hauptrollen. Es sind die Scholaren, Staatsleute, kriegerischen Patrioten usw. Man untergliedert in Lao Sheng/ Bart Sheng, ältere Männer mit Bart, und Xiao Sheng, jüngere Männer, die mit hoher Falsettstimme singen, um ihre Jugendlichkeiten anzuzeigen. Dann unterscheidet man noch die Wen Sheng und die Wu Sheng. Die Wen Sheng sind die Gelehrten und Beamten, die Würde und Haltung zeigen müssen, und die Wu Sheng sind die Militärs, die besonders in Akrobatik ausgebildet sein müssen, weil sie in Kampfszenen auftreten. Es gibt ein besonders Sheng heißt Rot Sheng, der rote Maske auf dem Gesicht malen muss. (zum Beispiel, General Guanyu und Kaiser Zhaokuangyin)

Mit Dan bezeichnet man die Frauenrollen. Sie werden unterteilt in Lao Dan, ältere, würdevolle Damen wie Mütter, Tanten, Witwen. Sie sind natürlich geschminkt und singen mit natürlicher Stimme; die Qing Yi, edle Frauen mit gutem Charakter; die Hua Dan, Kammerzofen und Mägde; die Dao Ma Dan, die Kämpferinnen, und schließlich die Cai Dan oder Chou Dan, manchmal gefährliche, unangenehme Frauen, aber meistens weibliche Spaßmacher, der Gegenpart zu der Chou-Rolle (Siehe weiter unten).

Die Jing-Rollen sind die Bemalten-Gesichter-Rollen. So dargestellt werden Krieger, Helden, aber auch Staatsleute, Abenteuer, übernatürliche Wesen usw. eine Untergruppe davon sind die Fu Jing - bärbeißige, oft lächerliche überhaupt nicht heldenhafte Figuren.

Die Chou schließlich sind die Spaßmacher. Die Chou-Rolle wird zwei Typen unterschieden: Wen Chou und Wu Chou. Wu Chou kann Kongfu. Sie sind daran zu erkennen, dass die Augen- und Nasenparte weiß geschminkt ist. Sie bringen das Publikum zum Lachen. Durch sie werden törrichte, tölpelhafte, aber auch geizige, geldgierige Charaktere dargestellt, d.h. aber nicht unbedingt schlechte, sondern öfter auch offenherzige, einfache, aufrichtige Menschen.

Musik und Spreche der Peking Oper

Die Zusammenstellung der begleitenden Instrumente kann je nach Stück sehr variieren. Mal dominieren die Schlaginstrumente, mal die Streich- oder Blasinstrumente. Generell kann aber gesagt werden, dass zum Peking-Oper-Orchester folgende Instrumente gehören: die zweisaitigen Fideln (Erhu, Huqin), Flöten, die Mundorgel (Sheng), die viersaitige Mondguitarre (Yueqin), die chinesische Laute (Pipa), eine Art Klarinette (Sona), Trommeln, verschiedene Arten von Glocken, Becken, ein hölzerner Taktschlegel. Der "Schlagzeuger" dirigiert gleichzeitig das Orchester. Musikalisch werden Auftritte und Abgänge unterstrichen, Kämpfe im allgemeinen mit Schlaginstrumenten untermalt, Gesänge mit Streich- oder Blasinstrumenten begleitet, pantomimische Darbietungen unterstrichen.

Singen und Dialoge sind eng miteinander verworben. Normalerweise wird der Gesang benutzt, um starke emotionale Intensität auszudrücken. Oftmals wird im Gesang noch einmal wiederholt, was vorher schon gesprochen wurde.

An dieser Stelle auf die Unterschiede in den verschiedenen Gesangsstilen, ihre Entwicklung und Herkunft einzugehen, würde zu weit führen. Allgemein gesagt werden muss jedoch, dass gerade Musik und Gesang das Bestimmende, das wesentlichste Element der Peking-Oper sind. Die Peking-Oper-Fans gehen sich eine Oper nicht ansehen, sondern anhören.

Die Sprechdialoge selbst werden nicht musikalisch begleitet, aber in verschiedenen rythmischen Variationen vorgetragen.

Betritt ein Darsteller in einer traditionellen Peking-Oper zum ersten Mal die Bühne, hält er einen sehr melodischer Prolog in Versform.

Er stellt sich auf diese Art vor, erzählt, wer er ist, in welcher Situation er sich befindet usw. Vereinfacht lässt sich sagen, dass der Kaiser, die Beamten, die Gelehrten usw. meistens in Gedichtform sprechen, die Spaßmacher, das Dienstpersonal aber im allgemeinen die Umgangssprache benutzen.

Kostüme und Accessoires der Peking Oper

Für jede Rolle gibt es ein entsprechendes Kostüm. Dabei orientierte man sich hauptsächlich an der Kleidung der Ming-Dynastie (1368-1644), fügte allerdings einiges hinzu, wandelte manches ab. An Schnitt und Farbe lässt sich die gesellschaftliche Stellung erkennen. Jedes Kostüm weist bestimmte Merkmale auf. Ein Bettler etwa trägt wie alle anderen Darsteller Seidenkleidung, allerdings mit kunstvoll verteilten Flicken.

Bei den männlichen Rollen sind die Bärte ein wichtiges Accessoire. Dabei sind Farbe und Form von Belang. Der Bart bestimmt sich nach dem darzustellenden Charakter, dem Alter, der sozialen Stellung. Ein in drei Teile geteilter Bart zeigt Rechtschaffenheit, Redlichkeit an, ein kurzer Schnurrbart einen groben Charakter usw.

Pantomime und Akrobatik der Peking Oper

Auf der äußerst sparsam dekorierten Bühne, meistens gibt es nur wenige Requisiten wie Tische, Stühle, Paravents, Stöcke, Peitschen und in wenigen Fällen auch ein Bühnenbild, werden viele Vorgänge pantomimisch dargestellt: Pferde werden bestiegen, indem man sich eine mit Quasten geschmückte Peitsche reichen läßt und genau vorgeschriebene Bein- und Armbewegungen vollzieht, ebenso wird geritten, vom Pferd abgestiegen. Die Farbe der Quasten gibt dabei die Farbe des Pferdes an. Imaginäre Türen werden geöffnet, geschlossen, es wird geschwommen, Boot gefahren, Berge werden bestiegen. Tücher bestickt und das alles, ohne dass neue Requisiten außer den oben genannten ins Spiel kämen.

Jedoch benutzt man solche Hilfsmittel wie Fahnen und Tücher. Tücher mit blauen Wellenlinien stellen Wasser dar, zwei Fahnen mit Rädern symbolisieren einen Wagen usw. Dabei ist jede Haltung, jede Bewegung genau vorgeschrieben. Es gibt unzählige Arten von Schritten, zwanzig Arten des Lachens und Lächelns usw. Der Tanz in der Peking-Oper geht zum einen auf alte Volkstänze zurück, zum anderen auf den alten klassischen Tanz. Die akrobatischen Elemente dabei stammen von alten Kampf- und Kriegstänzen.

Peking Oper Masken

Maske Peking Oper

Die Gesichtsmaskentypen sind eine Art von Schminke in chinesischen traditionellen Opern, die auf die Gesichter der männlichen Schauspieler aufgetragen werden. Das Schminken wird normalerweise für Jing (buntes Gesicht) oder Chou (komische Figur) gebraucht. Sie haben ein bestimmtes Format in Form, Farbe und Typ. Die Gesichtsmaskentypen verschiedener Rollen sind auch nicht gleich. Aber die erfahrenen Zuschauer können einfach unterscheiden, ob die Rolle ein Held oder ein Schurke ist; ob er intelligent oder töricht ist; ob er von anderen geliebt wird oder ob sie sich vor ihm ekeln. Der Gesichtsmaskentyp der Peking-Oper spielt eine wichtige Rolle im Schminken der chinesischen Schauspieler. Die Peking-Oper ist bekannt für ihre Symbolik und Übertreibung, die durch den Einsatz von übertriebenen und verformten Grafiken den Charakter der Schauspieler zeigen. Die Augen, Stirn und Wangen der Spieler werden oft jeweils mit Fledermäusen, Schmetterlingen oder Flügeln der Schwalbe bemalt. Darauf werden noch der Mund und die Nase übertreiben geschminkt, um den gewünschten Effekt des Gesichts zu erzeugen.

Die wichtigen Merkmale der Gesichtsmaskentypen sind wie folgend:
1. Sie sind die Vereinigung und das Gegensatz zwischen Schönheit und Hässlichkeit.
2. Sie haben einen engen Zusammenhang mit dem Charakter der Schauspieler.
3. Das Dessin ist gestaltet.

Die Funktionen der Gesichtsmaskentypen:

1. Sie können nicht nur den Charakter der Schauspieler zeigen, sondern auch viele andere Informationen andeuten. Hier geben wir einige Beispiele:
Xiang Yu’s Augen werden bemalt, alsob er weint. Das bedeutet, dass er ein tragisches Ende hat. Der mürrische Gesichtsausdruck des Bau Gongs bedeutet, dass er sich zu viel um die Bevölkerung kümmert. Das affenförmige Gesicht des Sun Wukongs hat offensichtlich die Bedeutung, dass er in Wirklichkeit eine Affe ist.

2. Außerdem haben Gesichtsmaskentypen noch eine Funktion. Sie halten eine psychologische Distanz der Zuschauer zu den Schauspielern. Wegen der Gesichtsmaskentypen können die Zuschauer die originalen Gesichter der Schauspieler nicht deutlich erkennen. Nachdem sie geschminkt sind, sind sie ganz anders als wirkliche Menschen. Sie sehen aus, alsob sie mit den Masken verkleidet wären. Das vermeidet, dass die Zuschauer zu emotional werden. Das ist nicht sehr gut. Sie brauchen sich nur auf die Schönheit der Oper zu konzentrieren.

Wenn ein „buntes Gesicht“ und „schönes Gesicht“ gleichzeitig auf einer Bühne auftreten, kann das Publikum den klaren Unterschied sehen zwischen der Schönheit von Sheng/ Dan und der Posse von Jing/ Chou. Die starken und hellen Farben, vielfältige Grafiken und die grobe Gesangmelodie, die auch „Brüllen“ genannt wird, erzeugen einen intensiven Kunstreiz. Und das ruft Aufregung, Katharsis und Vibration hervor. Der Gesichtsmaskentyp ist nicht festgelegt. Je nachach verschiedenen Bühnenstücken, dem Alter der Rolle und dem Gesicht der Schauspieler, tragen verschiedene Schauspieler verschiedene Gesichtsmaskentypen. Außerdem gibt es noch ein Prinzip. Die Hauptfarbe der Schauspieler, die gleichzeitig auf einer Bühne auftreten, könne nicht gleich sein. Z. B. In „Changbanpo“ werden die Gesichter der acht höheren Offizier in Cao Cao' s Kaserne mit jeweils einer verschiedenen Farbe bemalt. Damit stellt die Organisation der Farben die Schönheit dar und die Zuschauer in großer Distanz verwechseln die Rollen nicht. Die Gesichtsmaskentypen der Jing-Rollen sind am kompliziertesten.

Der Eroberer von Chu, Xiang Yu, ist nicht nur eine Hauptrolle in der chinesischen Geschichte, sondern auch eine bekannter Mensch. Nach der Überlieferung war er ein schöner Mann. Aber weil er sehr rabiat war und viele Bevölkerungen abschlachtete, wird die Rolle von Xiang Yu bunt geschminkt. Weil seine Geschichte eine Tragödie ist, werden neben seine Augen zwei schräge schwarze Schatten gemalt. Das sieht aus, alsob er weint. Die Hauptfarbe des Gesichts ist weiß. Sie bedeutet, dass die Rolle abgefeimt und gnadenlos ist. Durch das Bühnenstück „Xiang Yu nahm - Abschied von seiner geliebten Konkubine“ kommen wir zum Ergebnis, dass er hizig war. Die Farben und Masken bei den Rollen zeigen den Charakter und die moralische Haltung der dargestellten Person an. Rot kennzeichnet einen loyalen, aufrechten und tapferen Menschen.

Aber sein Gesicht ist nur weiß und schwarz. Es gibt keine rote Farbe darin. Warum? Die Frage stellt immer ein Problem dar. Das müssten wir weiter untersuchen.

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