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Losar- Tibetisches Neujahr 2019/ 2020

Das tibetische Neujahr, auch als Losar bekannt, ist das wichtigste Fest nach dem tibetischen Kalender. Es wird in den Monaten von Dezember bis Januar über einen Zeitraum von zwei Wochen gefeiert.

Termin: Feb.04.2019 (Sonnenkalender), Jan.1 (tibetischer Kalender)

Das Tibetische Neujahrsfest, Losar, fällt im Jahr 2020 auf den 24. Februar, in 2021 dagegen auf den 12. Februar. Während des Festes haben Fremde keinen Zutritt nach Tibet. Lesen Sie hier alles Wissenswerte über dieses farbenfrohe Neujahrsfest.

Der Tibetische Kalender

Der Tibetische Kalender umfasst 12 (oder 13) Mond-Monate und Losar, das Neujahrsfest wird am ersten Tag gefeiert. Der Tibetische Lunisolar Kalender ist mit dem Chinesischen praktisch identisch. Das Neujahrsfest ist etwa am gleichen Tag, manchmal einen Tag voraus oder zurück.

Aktivititäten an Losar — Singen, Tanzen und Musik

Das Losarfest wird von den Tibetern gefeiert und ist durch uralte Zeremonien gekennzeichnet, die den Kampf zwischen Gut und Böse dadurch darstellen, dass man buddhistische Literatur singt und fackeln durch die Massen weitergibt. Eine gewisse Leichtigkeit herrscht bei den Programmen wie bei dem Tanz der Hirsche und bei den amüsanten Kämpfen zwischen dem König und seinen unterschiedlichen Ministern. Das Losarfest ist vor allem durch seine Musik, Tanz und den generellen Geist der Lustbarkeit geprägt.

Das Tibetische Neujahrsfest - der erste Tag — Das Haus putzen und Essen bereiten

Während der letzten zwei Tagen des alten Jahres, die man Gutor nennt, beginnen die Tibeter sich auf das neue Jahr vorzubereiten. Den ersten Tag von Gutor verbringt man beim Neujahrsputz. Vor allem muss die Küche, wo das Essen der ganzen Familie zubereitet wird und damit der wichtigste Teil des Hauses ist, sauber geputzt werden. Der Schornstein muss auch frei von Schmutz gefegt werden. Spezielle Gerichte werden gekocht, z.B. eine Suppe mit kleinen Knödeln. Die Suppe wird aus Fleisch, Weizen, Reis, Süßkartoffeln, Käse, Erbsen, Paprika, Radieschen und Nuddeln hergestellt, während die Füllung der Knödel aus Holzstücken, Papier und Kieselsteinen besteht.

Das Tibetische Neujahrsfest - der zweite Tag — Religiöse Bräuche

Am zweiten Tag von Gutar werden religiöse Zeremonien abgehalten. Die Leute gehen ins örtliche Kloster umzu Buddha zu beten und den Mönchen Geschenke zu überreichen. Die Tibeter zünden auch Feuerwerkskörper an, um die auf der Lauer liegenden bösen Geister zu vertreiben.

Das Tibetische Neujahrsfest - der dritte Tag — Zeit mit der Familie verbringen

Am Neujahrstag stehen Tibeter früh auf, gehen baden und dann ziehen sich neue Kleidung an. Danach opfern Sie den Göttern, indem sie Opfergaben vor ihren Hausaltar legen. Normalerweise bestehen die Opfergaben aus Tieren und Dämonen, die aus einer Art Teig, der Torma heißt, gemacht werden. Auch Familien haben ein Zusammenkunftsessen, das in der Regel aus einer Art von Kuchen namens Kapse und einem alkoholischen Getränk namens Chang, das einen warm halten soll, besteht.

Aktivitäten in Klöster

Im Ta'er-Kloster werden Lamas am ersten Tag religöse Feiern abhalten, die Götter anbeten, buddhistische Gesänge und Literatur singen sowie ein Neujahrsbankett veranstalten.

Am zweiten Tag besucht man Freunde und Verwandte. In der Nacht wirbeln die Tibeter mit brennenden Fackeln in ihren Häusern, um die bösen Geister zu vertreiben.

Am dritten Tag von Losar besuchen die Tibeter die lokalen Klöster, wo sie Opfer darbringen. Die Feiern für das tibetische Neujahr dauern normalerweise 15 Tage.

Die Geschichte von Losar

Das Word Losar ist ein tibetisches Wort, das Neujahr heißt. Dieses Wort besteht aus zwei Schriftzeichen: Lo und Sar. Lo bedeutet Jahr und Sar bedeutet Neu. Die Losar-Zeremonie führt auf die tibetische, vorbuddhistische Periode zurück. Zu jener Zeit waren Tibeter Anhänger der Bon-Religion und hielten jeden Winter eine spirituelle Zeremonie ab. Während dieser Zeremonie verbrannte man eine große Menge an Weihrauch, um die lokalen Geister, Götter und Protektoren zu beschwichtigen. Später hat sich dieses religöse Fest während des Regimes des neunten tibetischen König, Pude Guangyai, zu einem jährlichen buddhistischen Fest entwickelt.

Man glaubt auch, dass dieses Fest begann, als eine alte Frau namens Belma eine neue Messmethode der Zeit nach Tibet brachte, die auf den Mondphasen beruhte. Dieses Fest wird im Herbst abgehalten, wenn die Aprikosenbäume blühen und ist wahrscheinlich die erste Feier der traditionellen Feste der Hirten. Während dieser Zeit wurde die Kunst des Ackerbaus in Tibet eingeführt und diese neue Errungenschaft wurde mit religiösen Zeremonien gefeiert. Man glaubt heute daran, dass diese Feiern zum Losarfest führten.

Das Tibetische Neujahr in der Gegend um Shigatse

Das Tibetische Neujahr, für die Einheimischen auch das Bauernfest, ist das feierlichste alles Feste hier in und um Shigatse, und fällt auf den ersten Tag des ersten Monat im Tibetischen Kalender.

Shigatse ist eine wohlhabende, fruchtbare und landwirtschaftlich geprägte Region. Die Menschen hier haben vor einhundert Jahren ihren eigenen Kalender geschaffen, um ihre Felder besser bestellen zu können.

Bräuche

Es ist Tradition für die Menschen in Shigatse und Lhasa, ihren Hof und ihre Küche sauber und aufgeräumt zu halten während des Neujahrsfestes. Die Hauseingänge werden für das Fest mit Malereien und Laternen geschmückt.

Ein unvergessliches Erlebnis während Losar in Shigatse sind die Gutu, eine Art Teig mit weißen Steinen, Paprika, Wolle oder Holzkohle im Innern, die gegessen werden. Diese sind von großer, symbolischer Bedeutung.

Wenn ein Mann ein Gutu mit Wolle isst, so gilt er als warmherzig; wenn er ein Gutu mit Paprika isst, gilt er als rauh und zäh, isst er eines mit Holzkohle, so ist er boshaft, wenn er ein Gutu mit den weißen Steinen isst, so gilt er als unbeliebt bei den anderen und muss zur Strafe Wein trinken.

Die Gerichte, die zum Fest gereicht werden, bestehen traditionell hauptsächlich aus Hammelfleisch; getrocknet, gekocht oder gebraten. Es hat sich hier viel verändert in Shigatse und die Speisen sind heute üppiger als je zuvor.

Es gibt eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen zum Losar Fest in Shigatse, zum Beispiel Pferderennen, Bogenschießen und Gesang und Tanz.

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Tibet ist für ausländische Touristen während des Neujahrsfestes normalerweise verschlossen. Das Shoton Fest, ein anderes, sehr wichtiges Fest in Tibet ist eine Reise wert.

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