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Laozi, ein Philosophen für Daoismus

道可道,非常道。Ein Weg, der der Weg sein kann, ist nicht der normale Weg.

名可名,非常名。Ein Name, der ein Name sein kann, ist kein üblicher Name.

Man ist sich nicht wirklich sicher, ob Laozi wirklich existiert hat, oder wann und wo er gelebt haben könnte, weil seine erste historische Erwähnung in einem angesehenen Schriftstück war im Shiji des Historikers Sima Qian (~145–86 BC). In dieser ersten schriftlichen Erwähnung gibt es drei sich widersprechende Geschichten über Laozi. Neben diesen geschriebenen Geschichten gibt es auch noch viele Legenden und fantasievolle Erzählungen. Vielleicht erfanden die Leute, die in verschiedenen Regionen gelebt hatten, Geschichten über ihn und dass er in ihren Gebieten gewohnt hatte. Oder vielleicht, wie es einige Geschichten und Daoistische Überzeugungen beschreiben, können Leute, die dem Weg des Dao (道可道,非常道) folgen tatsächlich unendlich leben oder zumindest für eine sehr lange Zeit. So ist Laozi vielleicht viel herum gereist und hatte verschiedene Namen angenommen (名可名,非常名). Es gibt viele Geschichten über ihn, aber es heißt traditionell, dass er der Verfasser des Daoistischen Textes namens  Dao De Jing war. Einige Geschichten über Laozi, das Dao De Jing, und des Daoismus werden in Folgendem beschrieben.

Frühes Leben

Eine Erzählung über ihn besagt, dass sein Name Li Er (李耳) gewesen war. Es heißt, dass er unter diesem Namen in der kaiserlichen Bibliothek in Zhou gearbeitet hatte, dass er ein Buch geschrieben hatte, das womöglich das Dao De Jing gewesen war und dass er in ein fernes Land gereist war, das im Westen lag. Einer andere Erzählung besagt, dass sein Name Lao Laizi (老來子)  gewesen war während der Zeit des Konfuzius. In der dritten Geschichte heißt es, dass er den Namen Lao Dan (老聃) gehabt hatte, in Qin im fernen Nordosten im Jahre 370 BC gelebt hatte und ein Historiker und ein Astrologe gewesen war. Eine vierte Geschichte über ihn erzählt, dass er, als er erst geboren wure, als er schon 62 Jahre alt gewesen war, weil er diese lange Zeit im Leib der Mutter verbracht hatte.

Dao De Jing

Die Philosophie des Daoismus besteht aus zwei Schriften. Die hauptsächliche Schrift heißt Dao De Jing (道德經). Dao De Jing heißt Weg der Schrift der Tugend. Es heißt, dass Laozi das Dao de Jing geschrieben hat. Der zweite Text heißt Zhuangzi (莊子). Diese beiden Texte sollen nach dem Verständnis der Historiker noch vor der Qin Buchverbrennung geschrieben worden sein, während welcher das Meiste der damals verfassten religiösen und philosophischen Literatur zerstört wurde. Einige Leute sind davon überzeugt, dass das Zhuangzi mit dem Dao De Jing als die Hauptschriften des Daoismus während der Han Dynastie, die vor ungefähr 2000 Jahren verzeichnet ist, verbunden wurde. Es heißt, dass Zhuangzi der Verfasser der Zhuangzi Schrift gewesen war.

Daoismus

Taoismus ist im Grunde ein Begriff für Chinas einheimische Philosophien und Religionen und er hat, eben weil er so definiert ist, als Chinas Hauptreligion alle anderen Religionen im Land gefärbt. Daoismus ist die älteste Religion Chinas. Einst war das Land, welches China genannt wird, das Zuhause zahlreicher Völker mit den unterschiedlichsten Abstammungen. All diese ethnischen Gruppen hatten vermutlich ihre eigenen Götter und Religion. Königreiche und Kaiserreiche wuchsen über die Zeit in verschiedenen Gebieten und begannen mehr und mehr Leute einzunehmen. Ein übliches Thema in diesen Königreichen und Kaiserreichen war der Glaube an ein Leben nach dem Tod, wie es in verschiedenen antiken Gräbern in ganz China gesehen werden kann. Die Leute mussten den Toten Tribut zahlen und für sie sorgen und konnten mit ihnen mithilfe von Medien und Totenbeschwörern sprechen. Einige Chinesen fürchten sich sehr vor dem Tod und sie versuchen den Toten zu gehorchen oder sie zu beschwichtigen. Eine andere Idee, die sehr stark in Chinesischer Philosophie vertreten ist, ist wie die chinesischen Leute sagen: "Wenn du an etwas glaubst, dann ist es real." Dazu gehört auch die Idee, dass die Realität nicht wirklich ist und dass es keine Wahrheit gibt. Also ist es auch nicht von Wichtigkeit, ob ein Mann namens Laozi, der das Dao De Jing angeblich geschrieben hat, wirklich gelebt hat oder nicht.

名可名,非常名。 Ein benennbarer Name ist üblicherweise nicht der Name.

Die Leute im Altertum wollten grundsätzlich nicht sterben. Sie wollten normalerweise eine möglichst lange Zeit leben. Es heißt von manchen Daoisten, dass es Menschen gibt, die hunderte oder tausende von Jahren alt sind und die sich in ihrem Leben und in die Angelegenheiten Chinas verwickeln und manche Daoisten verehren diese unsterblichen Menschen. Einige dieser unsterblichen Leute sind schon einmal gestorben aber erwachten auf eine andere Weise wieder zum Leben. Es heißt, dass es sowohl äußerliche als auch innerliche Methoden gibt, um das Leben zu verlängern. Die innerlichen Methoden beziehen die Kontrolle oder die Bewegung des Chi oder die Meditation oder Inaktivität mit ein. Äußerliche Methoden sind zum Beispiel die Zuhilfenahme von Drogen, die aus Mineralien oder Elementen wie Quecksilber oder pflanzliche Medizin.

Es gibt Taoistische Pantheone mit Hunderten von Göttern und Unsterblichen. Beispiele für Taoistische Gottheiten sind Man und Mo. Diese beiden sind sehr beliebte Gottheiten im südlichen China. Einst waren diese Gottheiten Männer, von denen es heißt, dass sie wahrhaftige historische Persönlichkeiten gewesen waren, und sie werden oft zusammen in einem Tempel angebetet, der dann "Man Mo" Tempel genannt wird. Ein weiterer Gott ist Guan Yu, der ein erfolgreicher General gewesen war, der für Cao Cao und Liu Bei während des Zeitalters der drei Königreiche gekämpft hatte. Vor allem Feldherren und Krieger beten ihn an.

Daoistische Ethik und Philosophie besagt, dass Reglosigkeit (ohne Bewegung, wuwei, 无为)das hauptsächliche Ziel ist. Dies beinhaltet auch, dass man keinen Willen an eine Angelegenheit anheften soll. Ein Taoist glaubt mehr oder weniger daran, dass man nichts tun soll und alles von selbst seinen optimalen Lauf finden wird. Neben dieser generellen Hauptidee steht die Idee, dass die Realität subjektiv ist und dass sie subjektiv gestaltet wird. Es gibt also keine wahrhaftige Realität oder Wahrheit sondern nur Stückchen davon in den Individuen. Dann gibt es neben diesen Hauptkonzepten noch drei hauptsächliche Tugenden, die die Drei Schätze genannt werden. Diese Tugenden sind Mitleid, Mäßigung und Demut. Diese können auch als Gutmütigkeit, Einfachheit (ohne Überfluss) und Bescheidenheit übersetzt werden. Diese Konzepte addieren vieles über die einheimische chinesische Philosophie und die Ideale über das Leben zusammen.

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