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Tibeter, die Tibetische Minderheit in China

Tibeter, die Tibetische Minderheit in China

Die tibetische Volksgruppe lebt mit einer Bevölkerung von über 5 Millionen, hauptsächlich in der autonomen tibetischen Region im Südosten Chinas und in den Nachbarprovinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan. Die Tibeter haben eine eigene gesprochene und geschriebene Sprache. Sie gehört zum kambodschanischen Umfeld und dem sino-tibetischen Sprachsystem.

Das tibetische Gebiet ist reich an natürlichen Ressourcen. Die Tibeter leben von der Landwirtschaft und Tierhaltung. Die Mehrzahl der Tibeter sind fromme Buddhisten und folgen dem tibetischen Buddhismus. Lamakloster sind über das ganze Land verbreitet und zeugen von der reichen Kultur und der großartigen Baukunst der Tibeter. Der Potala-Palast auf dem Berg Hongshan (Marpo Ri) in Lhasa, der Hauptstadt Tibets, ist der höchstgelegene Palastkomplex der Welt. Es ist berühmt für seinen Baustil, die Religion, Fresken, seine kunstvollen Skulpturen und kulturell wertvollen Reliquien.

Geschichte

In alter Zeit lebten die Vorfahren der heutigen Tibeter entlang des Yaluzangbu (Brahmaputra) Flusses. Im 6. Jahrhundert eroberte der Häuptling des Yarlung Stammes einige nahe Stammesgebiete und wurde König. Er wurde Zanpu (König) genannt und etablierte die Po Dynastie. Im frühen 7. Jahrhundert vereinigte sein Enkel Songtsen Gampo ganz Tibet und verlegte die Hauptstadt nach Lhasa. Diese Zeit wird in der chinesischen Geschichtsschreibung das Tupo-Königreich genannt. Im Jahre 641 heiratete Songtsen Gampo die Prinzessin Wencheng aus der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) und erhielt den Titel „König von Chinas Westens“. Im Jahr 710 heiratete der tibetische König Xidezuzan die Prinzessin Jincheng aus der Tang-Dynastie. Die Verbindung zwischen Tibet und Zentral-China hatte politisch, ökonomisch und kulturell einen starken Einfluss auf die tibetische Gesellschaft. 1934 richtete die Regierung der Republik China eine örtliche Behörde für tibetische Angelegenheiten ein. 1965 wurde die autonome tibetische Region eingerichtet.

Essgewohnheiten

Tsampa, Yak-Butter-Tee und tibetischer Gerstenwein sind die Grundnahrungsmittel der Bevölkerung Tibets. Die Menschen mögen auch Milchprodukte und luftgetrocknetes Rind- und Hammelfleisch. Man isst Tsampa in fast allen Gerichten. Es ist geröstetes Gerstenmehl, gemischt mit Yak-Butter-Tee oder tibetischem Gerstenwein. Für gewöhnlich mischen die Tibeter das Essen mit den Fingern der rechten Hand und formen kleine Klümpchen daraus, bevor sie es essen.

Yak-Butter-Tee wird aus gekochten Teeblättern, Salz und Yak-Butter gemacht. Alles wird zusammengemischt und energisch in einem Holzzylinder durchgeschüttelt, bis es gut vermengt ist.

Der Yak-Butter-Tee ist warm und nahrhaft, und die Tibeter trinken ihn den ganzen Tag über. Der tibetische Gerstenwein ist ein sehr populäres alkoholisches Getränk. Dieser milde Alkohol wird aus heimischer Gerste gebraut und schmeckt süß-sauer.

Der Architekturstil

Burgartige Häuser sind die typischste Bauweise in Tibet. Sie sind oft aus Stein und Holz, primitiv und einfach gebaut, sehen aber gediegen und stabil aus. Sogar die Wände nah am Berghang sind senkrecht und besitzen Stabilität. Diese Art Häuser sind meistens zwei oder drei Stockwerke hoch und haben innen einen runden Korridor.

Im Weideland leben die Menschen In Zelten aus Yak-Haar, die eine quadratische Grundfläche haben und von acht aufrechten Pfeilern getragen werden. Da sie aus Yak-Haar gemacht sind, können diese Zelte dem Wind widerstehen und Schneestürmen trotzen. Sie sind leicht ab- und wieder aufzubauen und somit ideal für ein Hirtenleben.

Egal welcher Haustyp, es gibt immer einen Tisch-Altar zur Verehrung Buddhas. Das repräsentiert die Frömmigkeit der Tibeter zu ihrer Religion.

Kleidung

Costumes of Tibetan Die Tibeter tragen eine sehr charakteristische Kleidung. Allgemein gesagt, tragen sie kurze Gewänder aus Seide oder Kleidung mit langen Ärmeln daran, außen weite und lockere Roben und lange Stiefel aus Rindsleder. Für etwas mehr Komfort bei der Arbeit oder anderen Anstrengungen entblößen sie ihre rechte Schulter oder beide Arme, während sie das Paar Ärmel um die Hüfte binden. Sowohl Männer als auch Frauen tragen Zöpfe. Allerdings wickeln Männer auf dem Kopf auf, während Frauen das Haar kämmen und zu mehreren kleinen Zöpfen flechten, die sie über die Schulter fallen lassen. Am Ende dieser Zöpfe sind kleine Ornamente angeknüpft. Frauen tragen gern Schürzen mit wunderschönen Mustern.

Tibetische Deem Hada werden als das kostbarste Geschenk betrachtet. Hada ist ein schneeweißer, aus Seide oder Zwirn gemachter Streifen Stoff. Es symbolisiert Wohlwollen und Respekt und kann zu verschiedenen Anlässen und Festlichkeiten sowie zur Ankunft oder Abreise von Gästen usw. überreicht werden. Wie auch immer, es gibt Hada mit fünf Farben in blau, weiß, gelb, grün, und rot. Diese Farben entsprechen dem Himmel, den Wolken, Land, Fluss und dem Gott in Gestalt des Buddha Dharma. Der fünffarbige Hada ist ein sehr wertvolles Geschenk und kann nur zu außergewöhnlichen Anlässen geschenkt werden sowie auch zu buddhistischen Festen.

Sitten und Gebräuche

Das Schenken eines Hada ist eine besondere Form der Höflichkeit in Tibet. Man bringt damit Reinheit, Loyalität, Redlichkeit und Respekt zum Ausdruck. Sogar wenn Menschen miteinander korrespondieren, vergessen sie den Hada nicht. Sie fügen dem Brief immer einen Mini-Hada bei, um Grüße und die besten Wünsche zu übermitteln. Noch interessanter ist, dass Tibeter beim Ausgehen meistens mehrere Hada mitnehmen, so dass Sie Freunden und Verwandten einen Hada geben können, wenn sie ihnen auf dem Weg begegnen.

Buddhistische Gläubige müssen sehr oft heilige Schriften rezitieren oder singen. Ungebildete Menschen haben dafür die Möglichkeit eine Gebetsmühle mit Inschriften zu drehen. Das Drehen einer Gebetsmühle ist eine gleichwertige Entsprechung zum Singen und ist in Tibet sehr gebräuchlich.

Feste

Tibetan FestivalsDas wichtigste Fest ist in Tibet das tibetische Neujahr am ersten Januar nach dem tibetischen Kalender. Es ist der Abschied des vergangenen und eine Begrüßung des neuen Jahres. Von mitte Dezember an bereiten sich die Menschen darauf vor und tätigen Festtagseinkäufe. Nachdem sie ihre Häuser geputzt und dekoriert und Opfer auf dem Altar dargebracht haben, isst die Familie gemeinsam ein Abendessen. Feuerwerk und Fackeln sollen die bösen Geister und Unglück vertreiben. Auch ist es Brauch, eine Straße entlang zu gehen bis man eine Abzweigung erreicht. So glaubt man die bösen Geister aussetzen zu können und Glück für das kommende Jahr zu erlangen. Am ersten Tag des neuen Jahres ziehen die Menschen ihre besten Kleider an, grüßen ihre Nachbarn und Verwandten, stoßen mit Gerstenwein an und wünschen ihnen alles Gute für das neue Jahr. Es gibt an diesem Tag auch einen interessanten Wettbewerb bei dem Wasser eine Rolle spielt. Aus jeder Familie muss ein junger Mann versuchen als Erster einen Eimer Wasser aus dem Fluss oder dem Brunnen zu holen. Nach tibetischer Tradition ist der erste Eimer Wasser am Neujahrstag goldenes Wasser, der zweite silbernes Wasser. Es bringt den Menschen, die es bekommen Glück und Wohlergehen.

Es gibt eine ganze Reihe kultureller Aktivitäten, die in den Straßen Lhasas während des Neujahrsfestes stattfinden. Machen Sie eine Chinahighlights-Tibet-Tour um die ganze Pracht Tibets einmal selbst zu erleben.

Das Shoton Fest (sehen Sie das Online-Video dazu) ist das lebhafteste Fest des Sommers. Shoton bedeutet in der tibetischen Sprache Jogurt-Bankett. Es stammt aus dem Drepung Kloster als Feier am Ende der monatelangen Abgeschiedenheit des Lamas. Früher zogen sich die Lamas zurück, um sich einen Monat lang während des Sommers völlig dem Buddhismus zu widmen. Wenn diese Zeit zu Ende war, wurden die Lamas mit Jogurt und Aufführungen begrüßt und willkommen geheißen. das Shoton-Fest fällt nach dem tibetischen Kalender auf den 1. Juli und dauert fünf Tage. Während des Festes gehen die Leute aus Lhasa nach Norbulingka um sich dort zu versammeln. Sie bringen Essen mit, wie z. B. Milchprodukte und Yak-Butter-Tee, stellen Zelte auf und veranstalten ein Picknick. Tibetische Operndarsteller geben dort Vorstellungen, sodass das Shoton Fest auch Tibetisches Opernfest genannt wird.

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